Schnellnavigation (Accesskeys)

Sprachnavigation

Brotkrumennavigation

Startseite ... Sozialversicherungen > Glossar
Start Inhalt

A

Anspruchsbeginn

Anspruch auf eine Altersrente haben Frauen ab 64 Jahren und Männer ab 65 Jahren, wenn sie mindestens ein volles Beitragsjahr aufweisen. Es ist möglich, die Altersrente bis zu zwei Jahre früher oder bis zu fünf Jahre später zu beziehen.

mehr erfahren
Arbeitgebende

Die Beiträge an AHV, IV, EO und Arbeitslosenversicherung teilen sich Arbeitgebende und Arbeitnehmende. Die Beiträge an die Familienzulagen und an die Verwaltungskosten bezahlen ausschliesslich die Arbeitgebenden.

mehr erfahren
Arbeitnehmende

Arbeitnehmende teilen sich die Beiträge an AHV, IV, EO und Arbeitslosenversicherung mit dem Arbeitgeber. Der Arbeitgeber überweist die gesamten Beiträge seiner Ausgleichskasse.

mehr erfahren
Aufwertungsfaktor

Mit dem Aufwertungsfaktor werden die Erwerbseinkommen aus früheren Jahren auf das aktuelle Lohnniveau angehoben. Er bestimmt sich aufgrund des ersten für die Rentenberechnung massgeblichen Eintrages im Individuellen Konto.

mehr erfahren
Ausgleichskasse

Dezentrales Organ, das die AHV durchführt. Es gibt kantonale Ausgleichskassen und Verbandsausgleichskassen, die für Betriebe bestimmter Branchen gegründet wurden. Zudem führt der Bund zwei Ausgleichskassen: die Eidgenössische Ausgleichskasse für das Bundespersonal und die Schweizerische Ausgleichskasse, die für alle Versicherten im Ausland zuständig ist und die freiwillige AHV durchführt.

mehr erfahren

B

Beitragsdauer

Die Beitragsdauer ist zusammen mit dem massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen das entscheidende Element für die Berechnung der Altersrente. Bei den Altersrenten beträgt die volle Beitragsdauer für Frauen 43 Jahre und für Männer 44 Jahre. Dann besteht Anspruch auf eine Vollrente. Wer eine Beitragslücke aufweist, hat nur Anspruch auf eine Teilrente. Jedes fehlende Beitragsjahr führt zu einer Kürzung der Rente (1/44 pro Jahr).

mehr erfahren
Beitragslücke

Wer nicht in jedem Jahr zwischen dem 1. Januar nach dem 20. Geburtstag und dem 31. Dezember vor Erreichen des Rentenalters Beiträge bezahlt oder einen Anspruch auf Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften hat, weist Beitragslücken auf. Diese führen zu einer Kürzung der Rente. Sie können ganz oder teilweise mit Jugendjahren aufgefüllt werden.

mehr erfahren
Beitragspflicht

Wer in der Schweiz wohnt oder arbeitet, ist bei der AHV obligatorisch versichert. Ausgenommen ist, wer aufgrund einer Spezialregelung – z. B. einer zwischenstaatlichen Vereinbarung – der Versicherung nicht unterstellt ist. Wann und welche Beiträge zu leisten sind, ist für Arbeitnehmende, Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige unterschiedlich geregelt.

mehr erfahren
Betreuungsgutschriften

Fiktive Einkommen, die auf Antrag einer versicherten Person ihrem Individuellen Konto gutgeschrieben werden für jedes Jahr, in dem sie nahe Verwandte betreut, die eine Hilflosenentschädigung mittleren oder schweren Grades der AHV, IV, UV oder der Militärversicherung beziehen. Die Betreuungsgutschriften betragen das Dreifache der jährlichen Mindestrente zum Zeitpunkt des Anspruchsbeginns und müssen jährlich geltend gemacht werden.

mehr erfahren

E

Erziehungsgutschriften

Fiktive Einkommen, die einer versicherten Person bei der Rentenberechnung angerechnet werden für jedes Jahr, in dem ihre Kinder jünger als 16 Jahre waren. Die Erziehungsgutschriften betragen das Dreifache der jährlichen Mindestrente bei Anspruchsbeginn. Bei Ehepaaren und eingetragenen Partnerschaften werden die Erziehungsgutschriften während der Ehe beziehungsweise eingetragenen Partnerschaft geteilt.

mehr erfahren

F

Freibetrag für erwerbstätige Rentner/innen

Für Arbeitnehmende im Rentenalter gilt ein Freibetrag von 1 400 Franken im Monat bzw. 16 800 Franken im Jahr, auf dem keine Beiträge zu bezahlen sind. Nur jener Teil des Erwerbseinkommens, der den Freibetrag übersteigt, ist beitragspflichtig. Arbeitet jemand für mehrere Arbeitgebende, gilt der Freibetrag für jedes einzelne Arbeitsverhältnis.

mehr erfahren

I

Individuelles Konto

Für jede Person, die AHV-Beiträge bezahlt, führen die Ausgleichskassen ein Individuelles Konto (IK). Auf diesem werden Einkommen und Betreuungsgutschriften eingetragen. Eine Person kann bei mehreren Ausgleichskassen ein IK haben. Zur Berechnung der Leistungen werden die IK dieser Person anhand ihrer AHV-Nummer zusammengeführt.

mehr erfahren

J

Jugendjahre

Erwerbstätige bezahlen ab dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag AHV-Beiträge, Nichterwerbstätige erst ab dem 1. Januar nach dem 20. Geburtstag. Die drei Jahre dazwischen werden als Jugendjahre bezeichnet. Sie werden bei der Berechnung der Rente grundsätzlich nicht berücksichtigt, können aber Beitragslücken in maximal drei späteren Jahren ausgleichen.

mehr erfahren

K

Kinderrente

Zusatz zur Altersrente für Versicherte, die Kinder bis 18 Jahre (oder 25 Jahre, falls sie eine Ausbildung absolvieren) unterhalten. Beziehen beide Elternteile eine Altersrente, besteht der Anspruch auf zwei Kinderrenten. Diese dürfen zusammen 60 % der maximalen Altersrente nicht überschreiten.

mehr erfahren

M

Massgebendes durschschnittliches Jahreseinkommen

Summe aus dem Durchschnitt der aufgewerteten Einkommen (Beiträge aus Erwerbstätigkeit, Nichterwerbstätigen-Beiträge, gesplittete Einkommen) und dem Durchschnitt der Erziehungs- und Betreuungsgutschriften.

mehr erfahren
Maximalrente

Gesetzlich festgelegter Höchstbetrag, abhängig vom massgebenden durchschnittlichen Jahreseinkommen und der Beitragsdauer. Die Maximalrente beträgt das Doppelte der Minimalrente.

mehr erfahren

N

Nichterwerbstätige

Nichterwerbstätige bezahlen AHV / IV / EO-Beiträge nach Vermögen und Einkommen, nichterwerbstätige Studierende bis zum Alter von 25 Jahren pauschal 496 Franken im Jahr. Wenn der Ehepartner den doppelten Mindestbeitrag (992 Franken) leistet, entfallen unter Umständen eigene Beiträge.

mehr erfahren

P

Plafonierung

Die beiden Einzelrenten eines Ehepaares dürfen zusammen nicht mehr als 150 % der Maximalrente (3 555 Franken, Stand 2020) für Alleinstehende betragen. Wird dieser Höchstbetrag überschritten, werden die Einzelrenten entsprechend gekürzt.

mehr erfahren

R

Rentenalter

Zeitpunkt, ab dem die Versicherten eine Altersrente ohne Kürzung beanspruchen können. Es beträgt für Frauen 64 und für Männer 65 Jahre.

mehr erfahren
Rentenaufschub

Personen, die Anspruch auf eine Altersrente haben, können die ganze Altersrente um mindestens ein Jahr und höchstens fünf Jahre aufschieben (monatlicher Abruf vor Ablauf der maximalen Aufschubsdauer möglich). Beim Rentenaufschub verzichtet die rentenberechtigte Person während der Dauer des Aufschubs auf den Bezug der Rente. Die aufgeschobene Rente kann in der Folge auf einen beliebigen Monat abgerufen werden. Der Rentenaufschub ergibt je nach Aufschubsdauer einen Zuschlag auf den Rentenbetrag zwischen 5,2 % und 31,5 %.

mehr erfahren
Rentenvorbezug

Frauen und Männer können die ganze Altersrente ab 62 bzw. 63 Jahren um ein ganzes oder zwei ganze Jahre vorbeziehen. Ein Rentenvorbezug führt zu einer lebenslang gekürzten Rente von 6,8 % (ein Jahr) oder 13,6 % (zwei Jahre).

mehr erfahren

S

Selbständigerwerbende

Selbständigerwerbende bezahlen an die AHV, IV und EO einen Beitragssatz von 9,95 %. Für Jahreseinkommen von weniger als 56 900 Franken gilt ein tieferer Beitragssatz (sinkende Beitragsskala).

mehr erfahren
Solidarität

Die aktive Bevölkerung finanziert die laufenden Renten – im Vertrauen darauf, dass spätere Generationen das Gleiche tun werden. Besser Verdienende bezahlen höhere Beiträge, als zur Finanzierung ihrer eigenen Rente nötig wäre. Wirtschaftlich schlechter Gestellte beziehen höhere Leistungen, als es ihren Beiträgen entsprechen würde. Mit Erziehungs- und Betreuungsgutschriften kommt ausserdem die Solidarität mit Versicherten mit Betreuungsaufgaben zum Tragen. Mit der Einkommensteilung spielt die Solidarität zwischen den Ehepartnern.

mehr erfahren
Splitting

Bei der Berechnung der Rente werden die während der Ehejahre erzielten Einkommen beider Ehegatten zusammengezählt und beiden je zur Hälfte gutgeschrieben. Die Voraussetzungen zur Einkommensteilung sind erfüllt, wenn die Ehegatten in den gleichen Kalenderjahren versichert waren. Das Splitting wird vorgenommen, sobald beide Ehegatten das Rentenalter erreicht haben, ihre Ehe geschieden wird oder wenn eine verwitwete Person Anspruch auf eine Altersrente hat.

mehr erfahren

U

Umlageverfahren

Die AHV wird nach dem Umlageverfahren finanziert: Die wirtschaftlich aktive Generation finanziert die Rentnerinnen und Rentner. Die eingenommenen Beiträge werden unmittelbar zur Finanzierung der Leistungen verwendet, also «umgelegt». Es wird kein Geld angespart. Kurzfristige Einnahmenschwankungen gleicht der AHV-Ausgleichsfonds aus.

mehr erfahren

V

Vollrente

Wird ausgerichtet, wenn die leistungsberechtigte Person vom 1. Januar nach dem 20. Geburtstag bis zum Eintritt des Versicherungsfalles (Alter, Tod, Invalidität) stets die Beitragspflicht (43 bzw. 44 Beitragsjahre = Rentenskala 44) erfüllt hat. Andernfalls gibt es nur eine Teilrente (Rentenskalen 1 bis 43).

mehr erfahren

W

Waisenrente

Kinder bis 18 Jahre (oder 25 Jahre, falls sie eine Ausbildung absolvieren), deren Vater oder Mutter gestorben ist, haben Anspruch auf eine Waisenrente. Sie entspricht 40 % der Altersrente der verstorbenen Person. Sind Vater und Mutter gestorben, werden zwei Waisenrenten ausgerichtet, die zusammen 60 % der maximalen Altersrente entsprechen.

mehr erfahren
Witwen- und Witwerrente

Rente für Ehegatten oder eingetragene Partner, die bei der Verwitwung Kinder haben. Witwer haben nur einen Anspruch, wenn und solange sie Kinder unter 18 Jahren haben. Kinderlose Witwen haben ausserdem einen Anspruch, wenn sie bei der Verwitwung über 45 Jahre alt sind und mindestens fünf Jahre verheiratet waren. Die Witwen- und Witwerrente entspricht maximal 80 % der Altersrente. Kann jemand gleichzeitig zur Witwen- oder Witwerrente eine AHV- oder IV-Rente geltend machen, wird nur die höhere Rente ausgerichtet.

mehr erfahren